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| 1875 -
Die Kirchhofs-Nachbarschaft schließt sich offiziell zusammen.
Der Kirchplatz im Jahre 1906. In Osterwick werden mit den ersten Siedlungen ebenso auch Nachbarschaften ins Leben gerufen worden sein. Schriftliche Zeugnisse dafür finden sich jedoch erst aus dem letzten Jahrhundert, oft sind die in den Statuten aufgeführten Rechte und Pflichten vorher nicht schriftlich festgehalten worden: Im Jahre 1875 schlossen sich die Bewohner, 36 Familien, der im unmittelbaren Umkreis der Kirche gelegenen Häuser offiziell zur Kirchhofs-Nachbarschaft zusammen. Von dieser Zeit an führte man ein Nachbarschaftsbuch für das der "Buchherr" verantwortlich war. Auf den ersten Seiten des Nachbarschaftsbuches findet man die Statuten und eine Liste der Nachbarn. Ansonsten beschränken sich die ersten Eintragungen des Buches auf die Nennung der innerhalb der Nachbarschaft vorgekommenen Todesfälle, denn das "Grabgeleit" war für die Mitglieder das oberste Gebot. So kann man an den ersten Todeseintragungen sehen, daß es zu damaliger Zeit eine hohe Kindersterblichkeit gab. Zudem muß gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine sehr ansteckende und gefährliche Krankheit in Osterwick grassiert haben. Allein in der Kirchhofs-Nachbarschaft starben im Zeitraum von 5 Jahren (1890-1895) 21 Personen, wobei die Familie Böckers besonders betroffen war. |